Duale Bildung

Die duale Bildung ist weltweit einzigartig und nimmt in der Schweiz einen wichtigen Stellenwert ein: Rund zwei Drittel aller Jugendlichen absolvieren eine Lehre in einem von 230 Berufen. Während zwei bis vier Jahren bilden sie sich parallel in Betrieb und Berufsschule aus und schaffen sich damit eine solide berufliche Grundlage. Nach der Lehre absolvieren viele eine höhere Berufsbildung, eignen sich spezifische Berufsqualifikationen an und bereiten sich auf Führungs- und Fachfunktionen vor. Davon profitiert die Schweizer Wirtschaft enorm.

Im Sommer 2014 haben im Kanton Solothurn rund 55 Prozent der schulaustretenden Jugendlichen eine Lehre in einer zweijährigen beruflichen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) oder einer drei- beziehungsweise vierjährigen beruflichen Grundbildungen mit eidgenössischem Fähigkeitsausweis (EFZ) begonnen. Am 31. Dezember 2014 befand sich 6331 junge Menschen in einer beruflichen Grundbildung. Im Kanton Solothurn gibt es über 4000 Firmen, die Lehrstellen anbieten.

Berufsfachschulen

In den Berufsfachschulen absolvieren die Berufslernenden die schulische Bildung während der Lehre. Der Unterricht besteht aus einem berufskundlichen Teil, welcher die Fachkompetenz in den Vordergrund stellt, sowie einem allgemeinbildenden Teil, welcher die persönliche Entwicklung der Lernenden, ihre Sozialkompetenz und ihre Allgemeinbildung fördert. Der Besuch der Berufsfachschule ist obligatorisch.

Der Kanton führt je ein Berufsbildungszentrum (BBZ) in Olten und in Solothurn-Grenchen. Die landwirtschaftlichen Berufe werden im Bildungszentrum Wallierhof geführt.