Analyse der Betriebsabwanderungen

Positiver Saldo: Mehr Firmen wandern zu

Seit 2015 untersucht die Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz im Auftrag des Amtes für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Solothurn systematisch die Abwanderungen von Betrieben aus dem Kanton Solothurn. Die Erhebung basiert auf den quantitativen Daten des Handelsregisters und einer quantitativen schriftlichen Betriebsbefragung. Die so erhaltenen Resultate stellen einerseits ein wesentliches Instrument für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Solothurner Unternehmen dar oder aber eine Basis für die Eruierung von Handlungsfeldern.

201220132014201520162015 – 2016
Anzahl der aus dem Kanton weggezogenen Unternehmen142166187189174-8%
Anzahl der in den Kanton zugezogenen Unternehmen163152179193212+10%
Saldo21-14-8+4+38

 

 

Analyse zu den Betriebsabwanderungen 2016

  • Die Zahl der aus dem Kanton Solothurn weggezogenen Unternehmen hat leicht abgenommen, während die Zahl der zugezogenen Unternehmen sogar weiter angestiegen ist. Der Wanderungssaldo ist mit einem Plus von 38 Unternehmen deutlich höher als in den Vorjahren.
  • Vor allem aus den Kantonen Bern und Baselland sind im Jahr 2016 deutlich mehr Unternehmen zu- als weggezogenen. Gegenüber diesen beiden Kantonen geniesst der Kanton Solothurn offenbar Standortvorteile.
  • Zwar weist der Kanton Solothurn gegenüber den Kantonen Schwyz und Luzern in den vergangenen fünf Jahren insgesamt einen negativen Wanderungssaldo auf, jedoch konnte dieser Trend im Jahr 2016 gestoppt werden.
  • Positiver werden im interkantonalen Vergleich vor allem das Preisniveau von Bauland und von Geschäftsräumlichkeiten sowie die Anbindung an den öffentlichen Verkehr gesehen.

Quelle: Analyse der Betriebsabwanderungen im Kanton Solothurn 2016
(Prof. Dr. Mathias Binswanger, Stephanie Greiwe)