Aarefeld

Die Wirtschaft im Aarefeld wächst und wächst

In den vergangenen zehn Jahren sind im Aarefeld, das zu einem grossten Teil auf Däniker und zu einem kleineren Teil auf Gretzenbacher Boden liegt, 400 bis 500 neue Arbeitsplätze entstanden. Unternehmen aus diversen Branchen haben sich niedergelassen. Bei ihrer Ansiedlungspolitik verfolgt die Gemeinde eine klare Strategie. Gezielte Landkäufe gehören dazu.

Das Aarefeld verändert sich beinahe von Tag zu Tag. Gewerbe- und Industriehallen wachsen quasi aus dem Boden. In diesem Gebiet hat bei weitem nicht nur das Kernkraftwerk Gösgen-Däniken seinen Sitz. Gerade erst das hat Möbelhandelsunternehmen Beliani Gmbh seinen Bau abgeschlossen, da entstehen schon die nächsten Gebäude. Mittlerweile ist fast die Hälfte der Industriefläche im Aarefeld überbaut oder an Unternehmen verkauft. Angesiedelt haben sich vor allem Unternehmen, die in Nischenmärkten zu Hause sind. Beispielsweise der Oberflächenveredler TopCoat oder die Saltech AG, die im Bereich der Herstellung von Munition und Wirkmittel tätig ist. Das Unternehmen hat sich gerade eben rund 24‘000 m2 Industrielandfläche für seine Entwicklung gesichert und diese der Gemeinde abgekauft.

Ebenfalls auf Däniker Boden sind die bereits bekannten E+H Services AG (das führende Schweizer Handelsunternehmen für Markenartikel aus den Bereichen Haushalt, Geschenke, Werkzeug, Gartenmöbel und Gartentechnik), die Leoni Studer AG (stellt hochwertige Kabel und Leitungen für komplexe Anwedungen im Industrie- und Infrastrukturbereich her)  sowie die Synergy Health, die im Bereich Sterilisation und Dekontamination aktiv ist. "Wir haben explizit solche Nischenproduzenten gewollt", sagt Gemeindepräsident Gery Meier, der der Projektgruppe Standort- und Wirtschaftsförderung vorsteht. „Wir verkaufen etappenweise Industrielandflächen sind aber auch als Käuferin aktiv“.

Und tatsächlich weiss die Projektgruppe Standort- und Wirtschaftsförderung ganz genau, was sie will. Vor mehr als zehn Jahren hat sie sich eine klare Ansiedlungsstrategie zurechtgelegt. Es war das klare Ziel, in guten Jahren neben dem Kernkraftwerk Gösgen-Däniken neue Standbeine in Gewerbe- und Industrie aufzubauen. Mit gezielten und kontinuierlich erfolgten Landkäufen durch die Gemeinde sowie dem Industriegleisanschluss, den ebenfalls die Gemeinde vorfinanzierte, wurden ideale Rahmenbedingungen für das Ansiedlungsgeschäft geschaffen. So konnte es sich Däniken auch leisten, Unternehmen – mehrheitlich beispielsweise aus dem Bereich Logistik – abblitzen zu lassen, wenn diese die Kriterien nicht erfüllten. "Die Wertschöpfung muss Priorität haben", sagt Gery Meier.

Die Entwicklung im Aarefeld ist noch nicht abgeschlossen. Weiterhin steht baubereites Industrieland zur Verfügung, zusammenhängend sogar rund 40'000 Quadratmeter. "Wir können uns vorstellen, die Fläche an ein grosses Unternehmen abzutreten. Aber dann muss die Firma bezüglich Wertschöpfung, Branchenzugehörigkeit und Arbeitsplatzdichte ganz klar unseren Vorstellungen entsprechen." Das Aarefeld, so ist sich Gery Meier sicher, wird mit dem Ausbau der Bahnlinie zwischen Olten und Aarau auf vier Gleise noch attraktiver. "Unser Industriegleisanschluss wird dann eine noch grössere Anziehungskraft auf Unternehmen haben. Nicht zuletzt sind unsere Anstrengungen auch positiv für das gesamte Niederamt und den Kanton Solothurn. Hier werden nicht nur Arbeits- und Lehrstellen geschaffen, sondern zusätzlich Steuereinnahmen generiert."